Untertauchen vor Honduras…

… und wie der Traum vom Segeln Gestalt in der Form eines Katamarans annimmt…

Von Copan gings auf dem direktesten Wege Richtung karibischer Küste um von dort mit der Fähre nach Roatan, einer der bay islands, zu schippern wo wir vorhatten über Weihnachten die Seele baumeln zu lassen. Bereits zu Beginn bewaffneten sich viele Passagiere mit einem Plastiksackerl, das allerdings erstaunlicher Weise von niemandem gebraucht wurde. Die Fähre – ein Katamaran mit enormem Antrieb – ist mit einem Affenzahn Richtung Eiland gefahren und hat dabei  heckwärts ganz nette Turbulenzen erzeugt…

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Auf Roatan kann man drei Dinge tun; Strand liegen, tauchen und des Abends Bars unsicher machen… unsere Wahl fiel auf Punkt zwei und drei, wobei mein Tauchkurs bereits am nächsten Tag meiner Ankunft startete; dem 24. Dezember; Weihnachten unter Wasser sozusagen, und das war ein richtig schönes Geschenk an mich selbst! Ich hatte ja schon viel Gutes gehört übers Tauchen, die Faszination und Leichtigkeit der Unterwasserwelt; Und all die Superlative waren wirklich keine Übertreibung, so sehr hat es mich in den Bann gezogen, die Ruhe unter Wasser, die Konzentration auf das Wesentliche, und die unglaublich faszinierende Rifflandschaft mit all ihrem farbenfrohen Leben… Als in Wien die Kerzen brannten war ich also 18 Meter unter Wasser und staunte wie ein Kind vor dem Weihnachtsbaum über die mir offenbarte Welt. Das war eine wirklich schöne und unvergessliche Bescherung, die ich hier so fern der Heimat erlebe durfte!

Schon bald war ich mit der Technik und auch den medizinischen Aspekten des Gerätetauchens vertraut, sodass ich von Tauchgang zu Tauchgang mehr Vertrauen in meine Fähigkeiten und das Funktionieren der Geräte hatte, und der Fokus vermehrt auf bunten Fischen, Korallen und Schildkröten lag; Was für ein himmlischer Genuss! Eine der interessanteren Übungen während der Ausbildung war wohl jene, als Dave – mein britischer Tauchlehrer – 10 Meter unter Wasser, auf einer Sandbank sitzend das Ventil meines Lufttanks zudrehte, und ich, als die Luft weg war, die Notversorgung meines Divebuddys testen mußte; Aber alles kein Problem, solange man cool bleibt im Köpfchen…  Nun denn, nach 4 Tagen war ich dann also PADI zertifizierter Taucher, mit der maximalen Tiefe von 18 Metern, was – wie ihr euch vorstellen könnt – zu wenig ist um bei jedem Spaß dabei zu sein, und drum haben sich die schlauen Köpfe von PADI (  ) den Advanced Open Water Schein ausgedacht, den ich auf der nächsten Insel, auf Utila erwerben sollte. Aber nun langsam und der Reihe nach;  erst mal ein paar Impressionen von Roatan…

Das Dock zum Beispiel, von dem aus der Sonnenuntergang und Sternenhimmel bei kühlem Cuba libre besonders schön zu genießen waren…

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Unser Hausstrand, davor die Half Moon bay mit unseren beiden Tachbooten; richtig kitschig, aber was solls – muß auch sein von Zeit zu Zeit…

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Nach ein paar Tagen auf der INSEL ward es uns umtriebigen Menschen wieder nach einem Ortswechsel zu Mute, und was bietet sich mehr an als auf einen netten kleinen Katamaran zu steigen um von einer Insel auf die nächste zu schippern; Gedacht getan und so kam es, dass wir einige Sonnenstunden auf nahezu spiegelglatter See (leider unter Motor) dahinglitten. Jörg, alisas vier Ajpuu – dem Maya “Sternzeichen” nach – im entspannten Moment einer Selbststudie auf dem Trampolin des Katamarans ca. 80cm über dem Wasserspiegel schwebend… seht selbst was daraus geworden ist…

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Der Sonne entgegen, ja liebe Freunde so oder so ähnlich werde ich wohl die nächsten Wochen verbringen… aber dazu komm ich später noch…

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Hier sind wir nach ca. vier Stunden gestrandet, am Dock unserer neuen Tauchschule auf Utila, einem Mekka für Backpacker, und und unserer ersten Wahl wenn es um die Silvesterparty ging. Die nächsten Tage war tauchen, tauchen und nochmals tauchen angesagt, um mich zum Advancend Open Water Diver auszubilden – dazu gehören auch ein paar Spezialtauchgänge, wie zum Beipiel ein nightdive in totaler Finsternis, ein deepdive auf 30 Meter, ein wreckdive zu einem gesunkenen Frachtschiff und zum Beispiel die Feinjustierung der Bleigewichte ohne derer man nicht in die Tiefe käme… Wenns ums Tauchen geht, zählt hauptsächlich die Coolness unter Wasser, um mit vorhandener Luftmenge auszukommen und den Tauchgang nicht frühzeitig abbrechen zu müssen. Und ich kann mit Stolz behaupten, dass ich immer mit einer guten Druckreserve in der Flasche an der Oberfläche ankam.

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Lorna, mein brithischer divebuddy, Winny, die dänische diveinstructorin, Thomas, der vorarlberger divemaster und ich auf dem Weg zur divesite…

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Auch Jörgus ist mit von der Partie, wobei wie üblich die Stehhöhe nicht ganz ausreicht für den Lulatsch. Das Boot auf dem wir unterwegs sind ist der Reservekahn der Schule und erinnert mehr an einen Fischkutter als an ein Tauchboot; Hier auf Utila ist eben alles um ein paar Grade abgenutzter als auf Roatan, dafür aber auch billiger und solange die Sonne scheint und der Spaß nicht versiegt, ist das dann gar nicht so wichtig.

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Und ab gehts ins türkise Naß, runter zu den Fischis… was für ein wunderbares Gefühl! R0013094

Ja, so lassen sich ein paar Tage gut verbringen; Ein, zwei Tauchgänge, dann schlafen – da ja doch körperlich fordernd – und nächtens gegrillten Fisch und ein paar drinks… In diesem Stil zog Silvester vorüber, und das neue Jahr begann wie das Alte aufhörte…  Bei der Gelegenheit: Ein frohes neues Jahr euch allen! Auf dass es Glück und Erfolg bringe!

Doch alles Schöne geht irgendwann vorüber und so ist Utila auch jener Ort von dem aus Jörg und ich getrennte Wege beschreiten werden. Nach sechs gemeinsamen Wochen galt es am 4.1. voneinander Abschied zu nehmen – wir haben das wie es sich gehört bei einem kühlen Bierchen getan; Jörgs Ziel ist ein weiteres mal das Zentrum in Guatemala, am wunderbaren lago de Atitlan, und meine Reise wird bald schon auf dem Wasser und vom Winde getragen fortgesetzt werden; Ja, Freunde nun ist es soweit, ich werde hier in Utila von einem Segelschiff abgeholt mit dem ich dann mindestens bis nach Panama schippere… Ich bin selbst schon sehr gespannt und neugierig ob und wie mir die Seebeine stehen werden… darüber halte ich euch sobald es möglich ist natürlich am Laufenden…

An dieser Stelle möchte ich der Reiseleitung, meinem guten Freund Jörg ein paar Zeilen widmen, der mir sein geliebtes Guatemala näher gebracht, und mich in seine Welt der Maya mitgenommen hat. Zu zweit haben wir kritische Situationen gemeistert und viele schöne Momente erlebt, unendlich geblödelt und auch mit ernster Zunge gesprochen; Du warst es letztlich, der mir das Tauchen ans Herz legte und gut ists, dass ich diesem Rat gefolgt bin. Mein Lieber Jörg, ich bin froh und dankbar für die gemeinsam erlebte Zeit und auch für unsere besondere Freundschaft. Danke Dir!

Seit zwei Tagen warte ich nun allein auf mein Boot, denke an Freddy Quinn (ein Schiff wird kommen) und trockne nicht, ja ihr lest richtig, es zieht gerade ein Tief über die bay islands dessen ergiebige Regenschauer vor nichts und niemandem Halt machen. Ich bevorzuge es in meinem Bett unter dem Moskitonetz zu lungern und mich gedanklich auf die Große Seefahrt einzustellen. Zwischendurch streune ich durch die Gasse (hier gibt es nur eine) und entdecke hie und da nützliche Ausrüstungsgegenstände wie zum Beispiel Ölzeug, Taucherbille und Schnorchel, Taschenlampe (meine kleine hat sich so gut versteckt dass ich sie momentan nicht entdecken kann) oder aber ein Glas echtes Nutella, das – wie ich bereits des Öfteren lesen konnte – gegen schlechte Stimmung am Schiff Wunder wirken soll…  Die Insel ist bei Schlechtwetter gar nicht so gut zu ertragen und drum bin ich in froher Erwartung meines schwimmende Untersatzes.

Mehr aus der Welt der Seebären und all derer die es noch werden wollen, hoffe ich bald ins Netz stellen zu können; Wenns wahr ist in zwei, drei Wochen wenn der Panamakanal erfolgreich bezwungen wurde, und ich die Tiegerente entdeckt haben werde… bis dahin alles Liebe…

Hier hab ich noch was zum Schmunzeln; Wäschetrocknen in der Regenzeit…; leider hab ich es zu gut gemeint und ein Loch reingebrannt… naja…

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1 Kommentar

Eingeordnet unter Honduras

Eine Antwort zu Untertauchen vor Honduras…

  1. WOW-Das nenn ich einmal einen geilen Blog (nicht zu verwechseln mit dem geilen Bock) …;-) Mir geht das Schreiben gerade gar nicht von der Hand.
    Whatever…Gertschi, ich hoffe, dass du schon mit breitem Grinsen und ebensolchen Seebärenschultern Richtung Süden schipperst. Ich danke Dir auch von Herzen für dir gemeinsamen Wochen und für unsere schöne Freundschaft! Mach es gut und sei umarmt, dein Jorgito

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